Fragen & Antworten

  • Was ist die Schuldscheinbörse Deutschland?

    Die Schuldscheinbörse Deutschland ist ein Vermittlungsangebot für im Umlauf befindliche Schuldscheindarlehen (SSD) mit einer Restlaufzeit von über 1 und unter 10 Jahren. Sie richtet sich an institutionelle Investoren, Pensions- und Versorgungseinrichtungen und –fonds, Vermögensverwaltungen und Family Offices.

  • Wer ist der Betreiber der Schuldscheinbörse Deutschland?

    Die Schuldscheinbörse Deutschland wird von der BÖAG Börsen AG, der Trägergesellschaft der Börsen Hamburg und Hannover, betrieben und von der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG durchgeführt.
    Über die Schuldscheinbörse Deutschland suchen wir anonymisiert nach einem Käufer bzw. Verkäufer für Sie, ohne Zwischenschaltung einer weiteren Adresse/Institution – marktgerecht, kostengünstig, börsenseitig überwacht.

  • Wie erreichen Sie die Schuldscheinbörse Deutschland?

    Die Schuldscheinbörse Deutschland ist im Internet täglich 24 Stunden unter www.Schuldscheinboerse-Deutschland.de erreichbar.

    Den Dienstleister (mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG) erreichen Sie börsentäglich zwischen 09:00 und 17:00 Uhr unter 040 360995 – 0.

    Die Handelsüberwachung der Börse Hamburg erreichen Sie börsentäglich zwischen 09:00 und 17:00 Uhr unter 040 361 302 – 32.

  • Wie definiert die Schuldscheinbörse Deutschland „institutionelle Anleger“?

    Grundsätzlich gelten bei der Schuldscheinbörse Deutschland jene Investoren als institutionell, die im Besitz einer Lizenz nach § 1 Abs. 1 und Abs. 1a KWG sind oder im Sinne des § 31a Abs. 4 WpHG als geeignete Gegenpartei gelten.

    Unabhängig von dieser Definition haben die Handelsteilnehmer das Recht, einen aus ihrer Sicht ungeeigneten Handelsteilnehmer als Gegenpartei abzulehnen.

  • Wie funktioniert die Schuldscheinbörse Deutschland?

    Über die Schuldscheinbörse Deutschland können institutionelle Anleger ihre Schuldscheine auf unterschiedliche Art zum Verkauf anbieten:

    • Als Auktion: Unter Angabe eines Limits oder einer Zielrendite kann das Angebot in eine 5-tägige Auktion eingestellt werden. Auf dieses Angebot können interessierte Investoren Gebote abgeben. Diese Gebote können auch niedriger oder höher liegen als das Limit.
    • Zum sofortigen Verkauf: Der Verkäufer gibt eine limitierte, zeitlich befristete Verkaufsorder mit einem festen Limit/einer festen Rendite. Interessierte Investoren können dieses Angebot zu dem genannten Kurs/der genannten Rendite annehmen.

    Als Investor können Sie nach Erteilung eines Vermittlungsauftrages mit dem Dienstleister unter Nennung der Rahmendaten (Branche, Emittent, Laufzeit, Rendite, Volumen, Rating) ein Gebot veröffentlichen oder auf ein Angebot einer Auktion der Schuldscheinbörse Deutschland reagieren.

  • Welche Vorteile bietet die Schuldscheinbörse Deutschland?

    Käufer und Verkäufer werden zu marktgerechten Konditionen zusammengeführt und die Abwicklung erfolgt direkt zwischen den Parteien. Der von der Börsen AG beauftragte Dienstleister begleitet die Transaktion. Außerdem profitieren Verkäufer davon, dass das Auktionsverfahren Angebot und Nachfrage anonym zusammenbringt – es sorgt auf diesem Weg für den höchstmöglich zu erzielenden Preis. Die Handelsüberwachung der Börse Hamburg und der Börse Hannover prüft den ordnungsgemäßen Ablauf der Geschäfte.

  • Was müssen Verkäufer tun?

    Nach Erteilung eines Vermittlungsauftrages mit dem Dienstleister und Übermittlung der Dokumente (SSD-Urkunde, lückenlose Abtretungskette) wird, nach Prüfung dieser, das Angebot veröffentlicht. Nach Abschluss des Geschäftes wird direkt mit dem Käufer abgewickelt.

  • Was müssen Käufer tun?

    Nach Erteilung eines Vermittlungsauftrages mit dem Dienstleister wird unter Nennung der Parameter [Branche (Emittent), Laufzeit, Rendite, Volumen, Risikoklasse (Rating)] ein Gesuch veröffentlicht. Nach Abschluss des Geschäftes wird direkt mit dem Verkäufer abgewickelt.

  • Wie läuft eine Auktion ab?

    Das Verkaufsangebot wird mit einem Startpreis (Rendite) in die Auktion eingestellt. Liegen nach Ablauf der Bieterphase nach fünf Werktagen lediglich Gebote unter dem Startpreis vor, entscheidet der Verkäufer, ob er das höchste vorliegende Gebot annehmen oder eine weitere Auktion starten möchte.

  • Wie lange dauert die Abwicklung?
    Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Zwischen Käufer und Verkäufer werden nach Abschluss eines Geschäftes die Abtretung, die Schuldschein-Urkunde und der ausmachende Betrag quasi Zug-um-Zug übereignet.
    Der Dienstleister verschickt an beide Kontrahenten eine Geschäftsbestätigung.
  • Können Verkaufsaufträge vom Makler abgelehnt werden?

    Das ist grundsätzlich denkbar, insbesondere dann, wenn der Emittent eines Schuldscheindarlehens eine Abtretung grundsätzlich nicht zulässt, die Maximalzahl von Abtretungen gem. der SSD-Bedingungen erreicht ist, oder die Abtretung aus einem individuellen Grund verweigert wird.

  • Können Aufträge storniert werden?

    Kaufgebote und limitierte Angebote zum sofortigen Verkauf können, solange durch den Dienstleister noch keine identische Gegenseite vermittelt wurde, jederzeit und mit sofortiger Wirkung gelöscht werden.

  • Welche Kosten fallen an?

    Die Erteilung von Kaufgeboten oder Verkaufsaufträgen ist kostenlos.

    Bei Vermittlung eines Geschäftes fällt für Käufer und Verkäufer jeweils eine Provision von 2 Promille, min. € 1.000,–, max. € 10.000,– an.

    Tritt ein Auftraggeber von seinem Auftrag zurück, nachdem ihm vom Dienstleister eine identische Gegenseite vermittelt wurde, ist die Provision dennoch verdient und bei Rechnungsstellung fällig.